Tipp: Beleuchtung im Homeoffice

Wenn es draußen dunkel ist und man im Homeoffice arbeitet, dann ist es wichtig, selbst für die angemessene Beleuchtung sorgen. Nicht nur die Augen werden es danken – auch die Konzentration ist dann besser. Natürliches Licht ist natürlich das Beste, aber im Winter und abends braucht man zusätzliches Licht. Fürs Homeoffice empfiehlt es sich, mehrere Lichtquellen im Raum zu haben: Neben der Deckenlampe und einer Schreibtischlampe mit beweglichem Arm ist ein Deckenfluter eine gute Wahl als weitere Lichtquelle. Er strahlt an die Wand und verteilt das Licht gleichmäßig im Raum. Allerdings braucht er fürs Homeoffice entsprechend viel Power – eine Lampe mit 300 Watt ist eine gute Richtgröße. Worauf man sonst noch achten sollte: Das Licht im Homeoffice sollte keine störenden Schatten auf den Monitor werfen und darf nicht blenden.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches | Kommentieren

Stiefkind Mittagspause

Mittägliche Selbstvernachlässigung ist weiter verbreitet als jemand, der allein arbeitet, glaubt. Rund ein Drittel der Berufstätigen hierzulande machen gar keine Mittagspause, sondern nur Mittag. Das heißt, sie schlingen ihren Proviant tippend oder (oder surfend?) am Schreibtisch herunter. Das jedenfalls hat eine Umfrage des Stellenportals JobScout24.de ergeben.

Demnach gehen auch nur weniger als ein Drittel der Berufstätigen in die Kantine, und ein Restaurant mit Kollegen suchen lediglich 15 Prozent auf. Was sagen uns diese Zahlen? So sonderbar, wie wir denken, sind wir gar nicht.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag | 1 Kommentar

Wie viele Alleinarbeiter gibt es eigentlich?

Diese Frage wird mir öfter gestellt. Zu Recht – schließlich habe ich zu diesem Thema zwei Bücher geschrieben – und leider, denn: Die Zahl der Alleinarbeiter zu ermitteln, ist kompliziert und führt zu keinem genauen Ergebnis.

Das Finanzamt zählt „Einzelunternehmer“ – Einzelpersonen, die sich allein, also ohne Partner oder Teilhaber selbstständig machen. Diese Zahl liegt in Deutschland bei rund zwei Millionen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Bestimmt arbeiten viele von ihnen tatsächlich allein. Freie Autoren zum Beispiel. Oder Dozenten. Oder IT-Berater. Aber was ist mit den Journalisten, die täglich eine Redaktion aufsuchen und dort zum Tageshonorar wie die angestellten Redakteure Artikel und Seiten produzieren (Fachbegriff: Pauschalisten)? Oder mit IT-Beratern, die beim Kunden vor Ort programmieren, und zwar im Team? Ganz zu schweigen von all jenen Einzelunternehmern, die noch Mitarbeiter beschäftigen, wie die Ladenbesitzerin und ihre Aushilfe, der Handwerker und seine Angestellten, Ärzte, Anwälte…

Wegen dieser Ungenauigkeiten wurde der Begriff der Solo-Selbstständigen erfunden. Rund 2,3 Millionen Solo-Selbstständige gab es 2007 in Deutschland, laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes. Gemeint sind Selbstständige ohne Mitarbeiter. Da kommen wir der Sache zwar schon näher. Allerdings bleibt weiterhin nicht ausgeschlossen, dass diese Solo-Selbstständigen im Team arbeiten, wie die selbständige Programmiererin, die fest ins Projekt  eingebunden ist, oder der erwähnte freie Journalist, der als Pauschalist in der Redaktion arbeitet.

Selbstständigkeit eignet sich also nicht wirklich als Kriterium für das Alleinarbeiten. Ohnehin arbeiten ja auch manche Angestellte allein. Wissenschaftler und Lehrer zum Beispiel. Die Empfangsdame im Foyer, der Wachmann am Parkplatz. Sind wir darüber hinaus bereit, all die Menschen einzubeziehen, die ohne Arbeitsverträge und Entgelt tätig werden, dann bereichern auch Hausfrauen, Mütter, Jobsuchende und Studenten die Palette.

Der vorläufig letzte Versuch, aufschlussreiche Zahlen über Alleinarbeiter zu finden, ist der Blick ins Homeoffice. Hochgerechnet aus dem Mikrozensus 2007 des Statistischen Bundesamtes gibt es 5,3 Millionen Menschen in Deutschland, die ganz oder teilweise zuhause arbeiten. Doch Vorsicht: Diese Zahl enthält auch Telearbeiter, die nur einen Teil ihrer Arbeit zuhause machen und doch öfter ins Büro fahren. Und in jedem Fall sind Homeworker nur ein Teil der Alleinarbeiter, weil ihre Zahl nichts über diejenigen aussagt, die sich ein externes Büro anmieten oder angestellt, aber trotzdem allein arbeiten.

Fazit: Wir sind viele, das steht fest. Die Suche nach genauen Zahlen fördert allerdings vor allem die Erkenntnis darüber, was wir nicht wissen. Nun, das ist ja anderen großen Denker auch schon passiert…

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Denken | Kommentieren

Weitere Meinungen zum Homeoffice-Buch

Julia Dombrowski fand in unserem Buch „Homeoffice“ erfreulicherweise einige Anregungen für ihren Arbeitsalltag im häuslichen Büro, wie sie schreibt.  Bloß beim Essen scheidet sich ihr Geist von unseren, denn ungerechterweise gibt es in der Provinz viel weniger Möglichkeiten, mal eben irgendwo einen Snack zu sich zu nehmen. (Jedenfalls in Südwestfalen.) Haben wir in der fernen Großstadt nicht bedacht. Sorry, Julia!

Anja Reischke berichtet, dass sie ihr Homeoffice schon vor langer Zeit geräumt hat, findet aber rückschauend, dass unser Buch die Probleme treffend aufgreift.

Offline erschienen außerdem u.a. Kurzrezensionen in der Welt, Berliner Morgenpost, annabelle (ein Züricher Magazin), und in der Handelszeitung (ebenfalls Zürich).

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Kollegen | 5 Kommentare

“Homeoffice”: Endlich besser schlafen!

Wer ein Buch schreibt, muss ja damit rechnen, dass es jemand liest. Trotzdem steigt der Adrenalinspiegel jedesmal bei der Ansage “Du, ich hab jetzt dein Buch gelesen…” Besonders aufregend wird es aber, wenn sich ein Leser meldet, der sich im Thema so gut auskennt, dass er das Buch auch selber hätte schreiben können. Für Ratgeber-Autoren ist das eine echte Nagelprobe!

Deshalb hab ich mich kaum getraut, diese Rezension der Kollegin Biggi Mestmäcker anzuklicken, denn was könnte eine so erfahrene und erfolgreiche Homeworkerin schon noch Neues entdecken in unserem Ratgeber “Homeoffice”? – Natürlich nichts! Wie sie auch selber schreibt. Doch gerade deshalb freuen wir Autorinnen uns ganz besonders über ihre Rückmeldung – die Kollegin bestätigt uns nämlich aus ihrer Erfahrung, dass wir die richtigen Probleme aufgegriffen haben und auch unsere Lösung aus ihrer Sicht vertretbar sind.

Besonders erfreulich: Sie schläft jetzt nachmittags besser, weil wir im Buch ausdrücklich dazu ermuntern, die Freiheit dazu im Homeoffice zu nutzen. Einfach mal hinlegen, wenn man müde ist. In den meisten Büros wäre das ein Ding der Unmöglichkeit! Wir wünschen allen Homeworkern angenehme Träume und energiegeladene Arbeitsstunden.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Kollegen | 1 Kommentar

Gute Vorsätze fürs neue Jahr: Mehr Zeit

Der Jahresbeginn ist für mich jedes Mal auch ein Anlass, die eigene Arbeit zu reflektieren. Ich überlege, was ich optimieren könnte: Noch effizienter arbeiten, mehr Geld verdienen, mehr Spaß, mehr Freizeit? Ja bitte und von allem etwas! Und dazu brauche ich Zeit.

Damit ich weiß, wo ich am besten ansetzen kann, führe ich über zwei bis drei Wochen ein Zeittagebuch. Und jetzt ist es wieder so weit. Das Zeittagebuch ist eine einfache Liste im DIN-A4-Format. Dort notiere ich mit Datum und Uhrzeit nicht nur die Arbeit, sondern auch die Pausen, die Freizeitaktivitäten inklusive Wochenende und die „verbummelte“ Zeit. Pro Tag eine Seite. Das ist – obwohl ich es ja regelmäßig mache – immer wieder eine lehrreiche Erfahrung, denn das Leben entwickelt sich weiter und damit auch die Aufgaben. So habe ich schon mehrmals wichtige Dinge über meine Arbeitsgewohnheiten erfahren und daraus gelernt. Das Ziel der Aktion: Zeitfresser erkennen und ausschalten. Das Ergebnis: Mehr Zeit für die Dinge, die mir wichtig sind.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 2 Kommentare

Newsletter adé!

Schon erstaunlich, welche Mengen an Mails in nur wenigen Tagen Abwesenheit im E-Mail-Postfach landen. Nach dem Weihnachtsurlaub ist klar: Selbst an den Feiertagen und in der Zeit „zwischen den Jahren“ gab es offensichtlich keine E-Mail-Pause. Wie verrückt sprudeln jetzt die eingegangenen Mails auf den Bildschirm. Newsletter aller Art mit Informationen und Angeboten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit im digitalen Postfach eingingen. Jeder wollte noch irgendwas verkaufen, anbieten oder wünschen. Die Mehrheit der Newsletter habe ich nicht mal abonniert, sondern erhalte sie unaufgefordert.

Schluss damit! Frisch und ausgeruht, wie ich nach der Weihnachtspause bin, fühle ich mich belästigt von diesem Ansturm auf mein Postfach. Deshalb bestelle ich jetzt eingehende Newsletter sofort ab, wenn ich sie nicht wirklich nützlich finde oder ohnehin nicht lese. Und fühle mich erleichtert.

Leider klappt das Abbestellen nicht immer auf Anhieb und kostet erstmal Zeit: Die Technik auf der Anbieterseite funktioniert bei circa jeder dritten Abmeldung nicht reibungslos. Mal muss man sich mühsam einloggen, mal ein Mail an den Admin schreiben. Und gerade habe ich die Bestätigung des PC-Herstellers Dell erhalten, dass die Bearbeitung der Änderung bis zu 21 Tage dauern kann! Egal. Ich bin trotzdem froh, der Newsletter-Flut jetzt Einhalt zu gebieten. Selbst das regelmäßige Löschen der ungelesenen Newsletter kostet nämlich Zeit – mit der will ich im neuen Jahr was Besseres anfangen!

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Selbstmanagement | 3 Kommentare

Kalender und die Arbeitszeit

Ein neuer Kalender, ein neues Jahr… Der Kalender gibt ja vor, wann was zu tun ist: Arbeiten an den Wochentagen, Ausspannen am Samstag und Sonntag. Leider passt das nicht immer zur persönlichen Verfassung. Mal kann man sich gerade am Sonntag überhaupt nicht entspannen, mal mutiert ein Mittwoch zum Tiefpunkt der Wochenleistungskurve.

„Egal, du arbeitest trotzdem“, ist die Antwort von Auftraggebern, Vorgesetzten und Kollegen, die vielen Menschen hilft, eine Schaffenskrise unverzüglich zu verdrängen. „Egal, ich arbeite trotzdem“ im Selbstgespräch funktioniert ungleich schlechter. Wenn es außer mir selbst niemanden interessiert, ob ich jetzt was schaffe, oder erst morgen, dann wird Unlust zum ernsten Arbeitshemmnis. Fehlt nur noch, dass man jetzt in den Zug der tausend Selbstvorwürfe einsteigt, der genau an dieser Stelle abfährt. „Ich bringe es nicht“, „Ich bin noch fauler, als meine Eltern immer gesagt haben“, „Ich schaff das eben nicht“, heißen die Stationen auf der Strecke.

Da dieser Zug nach Nirgendwo fährt, wo eigentlich keiner hinwill, sei auf das gegenüberliegende Gleis verwiesen. Hier steht zur Abfahrt bereit der Zug der Emanzipation, und sein Ziel heißt selbst beschlossene Arbeitszeit.

Wenn es nämlich wirklich niemanden interessiert außer mir selbst, wann ich arbeite, dann ist es auch egal, ob Mittwoch oder Sonntag ist. Warum am Schreibtisch kleben, wenn man müde und erschöpft ist? Warum im Park herumlaufen, wenn man die ganze Zeit an ungelöste Aufgaben denkt?

Wegen des Kalenders? Och nö.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Arbeiten, Selbstmanagement | Kommentieren

Völlig unterschätzt: Hunde im Homeoffice

Wer zum Jahresauftakt nicht sofort losarbeiten, sondern sich noch etwas amüsieren möchte, gebe sich bitte dem köstlichen Genuss hin, den dieser Eintrag im dogblog der Kollegin Annette Lindstädt bereitet.

Hier schüttelt der geniale Vierbeiner McCoy ebenso geistreich wie verständnislos den Kopf darüber, dass Zweibeiner Bücher schreiben und lesen müssen, um herauszufinden, wie es sich im Homeoffice arbeitet.

Ist doch lediglich eine Frage der Disziplin! sagt, äh, bellt McCoy, der weiß, wovon er wufft, denn er hat einen durchaus arbeitsreichen Tag! Glaubt man gar nicht, was so ein Hund die ganze Zeit zu tun hat. Und fragt sich nach der Lektüre, wie man eigentlich die Tage im Homeoffice ohne einen solchen übersteht…?

Heiterer kann ein Jahresauftakt kaum sein – allen Lesern ein tolles 2010!

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Arbeiten, Kollegen | Kommentieren