Arbeiten bei über 30 Grad

Zum Glück ist es gerade etwas kühler und das Thermometer zeigt heute im Büro auf angenehme 26 Grad. Und doch: Die nächsten heißen Tage mit über 30 Grad sind schon vorausgesagt. Wie soll man seine Arbeit auf die Dauer schaffen bei diesen Temperaturen?

Vor der ersten Hitzewelle  hatte ich hier im Blog unter anderem vorgeschlagen, sich selbst am Nachmittag „Hitzefrei“ zu geben. Vergangene Woche bin ich mit dieser Strategie gut gefahren. Aber wenn die Hitze weiter andauert, muss eine andere Strategie her, um das Arbeitspensum zu schaffen.  Einige Ideen habe ich schon gesammelt:

  • Ganz früh morgens und spät abends oder nachts arbeiten
  • Den Arbeitsplatz in einen kühlen Raum oder gar Keller verlegen (den eigenen oder den von Freunden)
  • In einer klimatisierten öffentlichen Bibliothek arbeiten
  • Wenn es gar nicht anders geht: Sich in ein Hotel mit Klimaanlage einchecken für ein oder zwei Tage, dann kann man auch in der Nacht besser schlafen. Die großen Hotelketten in der Großstadt haben im Sommer attraktive Angebote.

Und wie kommen Sie über die heiße Zeit?

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 9 Kommentare

Hitzefrei!?

Die Temperaturen steigen also weiter! Nach dem langen Winter ist es eigentlich eine Freude, dass die Sonne es so gut mit uns meint. Aber bei über 30 Grad wendet sich das Blatt. Wer jetzt bei der Hitze arbeiten muss, anstatt am Strand zu liegen, der hat es nicht leicht.  “Bei der Hitze kann ich nicht arbeiten!”, “Ich kriege nichts auf die Reihe!”, “Mein Kreislauf spielt verrückt!”. So tönt es aus den Büros. Die Hitze macht besonders jenen zu schaffen, die keine Klimaanlage haben. Was also tun?

Die „normalen“ Tipps haben Sie bestimmt schon gehört und vielleicht auch schon einmal ausprobiert: Rollos runter, Ventilator an, reichlich kühlende Getränke zu sich nehmen, die Füße in einen Eimer mit kaltem Wasser stellen und die Handgelenke regelmäßig mit Wasser erfrischen. Auch ein Eis mundet bei der Hitze besonders gut. Aber Hand aufs Herz: Das hilft nur für ein paar Stunden. Spätestens um drei Uhr nachmittags ist es bei den meisten mit der Konzentration vorbei. Das ist nur allzu menschlich. Nicht umsonst arbeiten unsere Nachbarn im Süden zu anderen Zeiten. Zwischen 14 und 17 Uhr ist in Spanien „Siesta“. Nicht nur in den Geschäften, auch in den Büros.

Was heißt das für uns Nordeuropäer, die diese Hitze nicht gewöhnt sind? Es ist besser für die Seele und die Laune, sich einzugestehen, dass man ab einer bestimmten Temperatur im Büro nicht mehr klar denken kann. Dann ist die Lösung auch schon nah. Wenn Sie Ihr eigener Chef sind, fragen Sie sich: Muss ich diese Aufgabe wirklich in der heißesten Zeit des Jahres verrichten oder kann ich einige Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt verlegen? Die übrig gebliebenen Aufgaben könnten Sie dann in den kühleren Morgenstunden angehen. Vielleicht fangen Sie auch zwei Stunden früher mit der Arbeit an als sonst, dann ist es im Büro noch nicht so heiß. Den Nachmittag geben Sie sich als Belohnung „Hitzefrei“. Plan B, wenn sich die Aufgaben nicht verschieben lassen: Weichen Sie mit dem Laptop an einen kühleren Ort aus – zum Beispiel in den Garten oder in die Strandbar – und arbeiten dort.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Selbstmanagement | 1 Kommentar

“Arbeite nur”

„Arbeite nur. Ich beschäftige mich schon“ – ach, ist das schön, so einen verständnisvollen Partner zu haben. Da freut sich die Homeworkerin, packt den Laptop aus, fährt ihn hoch und – arbeitet.

Tatsächlich, sie arbeitet! Es bleibt ihr allerdings auch nichts anderes übrig, nachdem sie beim Frühstück die Drama Queen gegeben hat: Sie habe ja so entsetzlich viel zu tun, wenn sie jetzt nicht endlich was schaffe, könne sie vor Sorge nicht mehr schlafen, Zweisamkeit hin, Zweisamkeit her. Nun muss sie in die Tasten hauen, sonst ist die Glaubwürdigkeit dahin. Nix E-Mails lesen, nix herumsurfen, sie steht nicht zehnmal auf, um einen Krümel vom Esstisch zu sammeln, sie räumt kein Geschirr in die Küche, und die Wäsche ignoriert sie auch. Statt dessen: Arbeit.

Nach zwei Stunden ist schon der erste Text fertig! Das dauert sonst locker den ganzen Vormittag! Und nun entpuppt sich die Last als Bagatelle. Der Partner, als Quelle der Ablenkung  verdächtigt (‚hoffentlich kann ich überhaupt arbeiten, wenn du da bist’), stellt sich als personifizierte Disziplinierungsmaßnahme heraus. Seine Rücksicht verpflichtet! Keinesfalls kann die Homeworkerin erst dermaßen herumjammern wegen der Arbeit und dann Wäsche aufhängen oder Tische abwischen.

Außerdem kann sie keinesfalls zugeben, dass sie jetzt schon fertig ist. Nicht nach dem Auftritt vorhin. Hektisch klickt sie in den „Aktuelles“-Ordner und knöpft sich gleich das nächste Projekt vor. Der Vormittag wird sich doch wohl irgendwie ausfüllen lassen?! Sie ackert weiter. Am Ende hat sie richtig viel geschafft. Und ist entsprechend erledigt. „Pause!“, stöhnt sie, und der Partner, mmh, er ist schon wieder so verständnisvoll: „Du Arme, du hattest wirklich viel zu tun. Ruh dich aus, ich koch dir was.“

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag | 1 Kommentar