Das Homeoffice dem Vermieter melden?

Viele fragen sich, ob der Vermieter zu informieren ist, wenn man in den eigenen vier Wänden arbeitet. In der aktuellen Ausgabe des MieterMagazins vom Berliner Mieterverein e.V. findet sich im Artikel „Heimarbeit – Wenn das Büro zu Hause einzieht …“ folgende Definition:

„ … Juristisch wird grundsätzlich zwischen erlaubnisfreier Heimarbeit und erlaubnispflichtiger teilgewerblicher Nutzung unterschieden. Maßgeblich ist hierbei die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 14. Juli 2009 (Az.: VIII ZR 165/08): “Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, muss der Vermieter grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt; hierfür trägt der Mieter die Darlegungs- und Beweislast.” (Bundesgerichtshof, Wohnungswirtschaft und Mietrecht 2009, Seite 517) … .“

Der gesamte Artikel steht auch in der Online-Ausgabe des Magazins 3/2010, zu finden auf der Website des Mietervereins.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Arbeiten, Nützliches | Kommentieren

Stress? So starten Sie souverän in den Tag

Wenn viel zu tun ist, dann neigt so mancher Homeworker dazu, abends einfach länger zu arbeiten. Zur Not bis in die Nacht. Die ist dann oft kurz, zumal viele die Arbeit mit in ihre Träume nehmen oder gar nicht erst einschlafen können. Zu viele Gedanken spuken dann durch den Kopf. Das ist wenig erholsam! Nach wenigen Tagen durcharbeiten ist man dann schon am frühen Morgen müde. Und nicht mehr so leistungsfähig.

Hier ein einfacher Tipp, um den nächsten Arbeitsberg leichter zu bewältigen: Gehen Sie in stressigen Zeiten früher schlafen und stehen Sie früher auf. Ein bis zwei Stunden können schon viel bewirken. Besonders gut ist der Schlaf vor Mitternacht. Auch wenn die Familie sich wundert – sie werden merken, dass Sie am nächsten Morgen mehr Power haben. (Es sei denn, Sie sind ein ausgesprochener Nachtmensch oder ohnehin Frühaufsteher.) Sie gewinnen durch das frühere Aufstehen ungestörte Arbeitszeit am Morgen. Dann klingelt kein Telefon und man kann viel wegschaffen. So starten Sie souverän in den Tag.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 1 Kommentar

Tipp: Beleuchtung im Homeoffice

Wenn es draußen dunkel ist und man im Homeoffice arbeitet, dann ist es wichtig, selbst für die angemessene Beleuchtung sorgen. Nicht nur die Augen werden es danken – auch die Konzentration ist dann besser. Natürliches Licht ist natürlich das Beste, aber im Winter und abends braucht man zusätzliches Licht. Fürs Homeoffice empfiehlt es sich, mehrere Lichtquellen im Raum zu haben: Neben der Deckenlampe und einer Schreibtischlampe mit beweglichem Arm ist ein Deckenfluter eine gute Wahl als weitere Lichtquelle. Er strahlt an die Wand und verteilt das Licht gleichmäßig im Raum. Allerdings braucht er fürs Homeoffice entsprechend viel Power – eine Lampe mit 300 Watt ist eine gute Richtgröße. Worauf man sonst noch achten sollte: Das Licht im Homeoffice sollte keine störenden Schatten auf den Monitor werfen und darf nicht blenden.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches | Kommentieren

Gute Vorsätze fürs neue Jahr: Mehr Zeit

Der Jahresbeginn ist für mich jedes Mal auch ein Anlass, die eigene Arbeit zu reflektieren. Ich überlege, was ich optimieren könnte: Noch effizienter arbeiten, mehr Geld verdienen, mehr Spaß, mehr Freizeit? Ja bitte und von allem etwas! Und dazu brauche ich Zeit.

Damit ich weiß, wo ich am besten ansetzen kann, führe ich über zwei bis drei Wochen ein Zeittagebuch. Und jetzt ist es wieder so weit. Das Zeittagebuch ist eine einfache Liste im DIN-A4-Format. Dort notiere ich mit Datum und Uhrzeit nicht nur die Arbeit, sondern auch die Pausen, die Freizeitaktivitäten inklusive Wochenende und die „verbummelte“ Zeit. Pro Tag eine Seite. Das ist – obwohl ich es ja regelmäßig mache – immer wieder eine lehrreiche Erfahrung, denn das Leben entwickelt sich weiter und damit auch die Aufgaben. So habe ich schon mehrmals wichtige Dinge über meine Arbeitsgewohnheiten erfahren und daraus gelernt. Das Ziel der Aktion: Zeitfresser erkennen und ausschalten. Das Ergebnis: Mehr Zeit für die Dinge, die mir wichtig sind.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 2 Kommentare

Buchtipp: Recht für Existenzgründer

Wenn ich mich als Dozentin selbstständig mache, könnte ich dann gleich ein eigenes Institut gründen? Wie wird man Wirt? Welche Unternehmensform passt zu mir, und wie setze ich im Streitfall mein Recht durch? – Existenzgründer haben viele Fragen. Einen wirklich nützlichen Ratgeber für sie zu schreiben, ist ein Balanceakt zwischen dem kleinen gemeinsamen Nenner jener Fragen, die alle betreffen, und der großen Versuchung, sich in Detailfragen einzelner Berufsgruppen zu verlieren.

Der Rechtsratgeber für Existenzgründer“ von Eva Engelken hält diese Balance. Er beantwortet branchenspezifische Fragen und geht auf die besonderen Bedingungen einzelner Berufe ein. Doch die Detailerkundung stoppt rechtzeitig, meist mit Verweisen auf weitere Informationsquellen. Das Ergebnis ist ein gelungene Mischung aus Grundlagen, Überblick und Spezialhinweisen. Wer neu ist in der Selbstständigkeit, erfährt alles wichtige und weiß nach der Lektüre, worum er sich zu kümmern hat: Versicherungen, Steuern, Buchhaltung, Gewerbe oder nicht, Vertragsformen, Unternehmensformen etc., jeweils mit Hinweisen, worauf man achten muss. Das ist viel, aber „Der Rechtsratgeber für Existenzgründer“ ordnet den organisatorischen Wust und macht handhabbare Aufgaben daraus.

Wer schon gegründet hat und sich eigentlich zu den „Fortgeschrittenen“ zählt, braucht so einen Ratgeber nicht dringend. Trotzdem kann man auch als „alter Hase“ von der Lektüre profitieren. Sei es aus allgemeinem Interesse, Wissenslücken über das Geschäft zu schließen, sei es, weil sich so gut prüfen lässt, ob die eigenen Kenntnisse noch auf dem neusten Stand sind.

Also: Volle Punktzahl.

Eva Engelken: Der Rechtsratgeber für Existenzgründer, Redline Verlag 2009, ISBN 978-3-86881-025-7, 17,90 €.
Hier geht es zu amazon.de

Das Blog zum Buch: Rechtsratgeber für Existenzgründer

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Geschäft, Nützliches | Kommentieren

Homeoffice-Tipp: Den Haushalt delegieren

Wer im Haushalt Perfektionist ist, hat es im Homeoffice besonders schwer. Denn hier ist man nicht nur morgens und abends, sondern den ganzen Tag mit Staubflöckchen, Flecken oder deplatzierten Socken konfrontiert. Die Versuchung, statt zu arbeiten, den Putzwedel zu schwingen, ist groß.

Eine Lösung ist, eine Reinigungskraft für den Haushalt zu engagieren, unabhängig davon, ob man den Haushalt selbst schaffen kann oder nicht. Denn wenn jemand anders zuständig ist, lässt es sich einfach besser entspannen. Ich weiß: Der Krümel da hinten wird verschwinden, und zwar ohne mein Zutun. Sozusagen von selbst. Ich muss das nicht machen, weder jetzt, noch heute abend, noch morgen. Ich kann den Krümel einfach ignorieren.

Im Homeoffice lässt sich der Haushalt zwar eigentlich leichter erledigen, als wenn man jeden Tag außer Haus verbringt. Man kann ja zwischendurch mal staubsaugen oder einkaufen gehen. Aber wenn das dazu führt, dass Ihr dauernd vom Schreibtisch aufspringt, um noch irgendein Fleckchen wegzupolieren, dann ist das vielleicht gut für den Haushalt. Aber es ist ganz schlecht für den Job, und noch schlechter für Euer Nervenkostüm.

Deshalb: Wenn Euch die Krümel rasend machen, probiert es mal mit fremder Hilfe.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Nützliches, Selbstmanagement | Kommentieren

Was ist eigentlich CoWorking?

Manche haben den Begriff CoWorking vielleicht schonmal gehört, aber sehr bekannt ist er noch nicht. Dabei ist CoWorking gerade für Alleinarbeiter interessant.

CoWorker sind unabhängige Freiberufler und Einzelkämpfer, die gerne mal ein Büro aufsuchen, um dort in Gesellschaft anderer CoWorker zu arbeiten. Das kann zum fröhlichen Nebeneinander geraten, aber natürlich entstehen so auch Netzwerke und gemeinsame Projekte. Falls Euch die Sache jetzt bekannt vorkommt: Ja, CoWorking ähnelt der guten alten Bürogemeinschaft durchaus. Es ist aber doch anders.

CoWorking ist nämlich flexibler. Einen Arbeitsplatz in einem CoWorking-Büro (Fachjargon: CoWorking-Space) kann man tageweise mieten und monatlich kündigen, man kann einen Tag pro Woche kommen oder jeden, alle Tage im Monat oder zehn, oder mehr, oder weniger. Man arbeitet dann in Gemeinschaftsbüros, in denen man auf andere CoWorker trifft. In den Gebäuden, in denen die CoWorking-Plätze angeboten werden, gibt es oft auch noch feste Büros zu mieten, so dass sich auch Kontakte zu den ansässigen Firmen ergeben können.

Für Freiberufler, denen es manchmal im Homeoffice zu einsam wird, die aber nicht ihre gesamte Tätigkeit in ein externes Büro verlagern möchten, ist CoWorking eine echte Bereicherung. Ein weiterer großer Vorteil sind die vergleichsweise niedrigen Preise. Will man nur einen oder zwei Tage pro Woche im Büro arbeiten, so lohnt es sich normalerweise kaum, eins anzumieten. Beim CoWorking dagegen kann man schon Angebote für 50,- Euro pro Monat finden, je nachdem, wie oft und flexibel man die Räume nutzen möchte.

Der wichtigste Nachteil ist das noch begrenzte Angebot. CoWorking-Plätze gibt es bislang nur in größeren Städten. Einen Überblick findet Ihr hier.

Die CoWorking-Initiativen haben sich miteinander vernetzt, über ihre Aktivitäten berichten die CoWorking News.

Weitere Orte, die sich zum flexiblen Arbeiten eignen, von der Bibliothek übers WLAN-Café bis zu freien Büroplätzen und spontanen Einladungen, verzeichnet das Hallenprojekt.

Ergänzung: Eine sehr anschauliche Reportage über das Betahaus am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg hat Björn Sievers auf focus.de veröffentlicht.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Kollegen, Nützliches | 1 Kommentar

Online-Messe

Nächste Woche, vom 16. bis 22. November veranstaltet unternehmenskick.de eine Online-Messe. Man kann sich dann über die Angebote von unternehmenskick.de informieren. Aber es gibt auch kleine Workshops in Akquise und Schreiben – interessante Themen für Selbstständige.

Die Messe ist kostenlos. Weitere Infos findet Ihr hier.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Nützliches | 1 Kommentar

Tipp: Rechtzeitig entscheiden

Darauf freuen sich viele Menschen: Tage, an denen sie mal ohne Zeitdruck in Ruhe arbeiten und aufgestaute Dinge erledigen können.  Tage ohne Termindruck, ohne nervtötende Meetings oder Telefonate.  Kein Stress halt – sich einfach treiben lassen.

Genau diese Tage verlaufen aber oft enttäuschend. Man beginnt vielleicht tatsächlich entspannt. Erstmal ein Kaffee, dann ein paar nette E-Mails lesen und schreiben, ein Schwätzchen am Telefon, dann in Ruhe was einkaufen. Jetzt könnte man mal die Unterlagen vom letzten Projekt wegräumen. Aber ach, da muss man so viel überlegen… Lieber erst noch eine Runde im Internet herumsurfen… Hm, wenn das Projekt abzulegen jetzt zu stressig ist, dann könnte man vielleicht mal Rechnungen sortieren? Oder Buchhaltung machen? Naja, puh…

Am Ende eines solchen Tages sind zehn Sachen angefangen und nichts erledigt, was zwar keine Katastrophe ist. Bloß kann von Entspannung oder gar Genuss auch keine Rede sein. Weder durfte die Seele richtig baumeln, noch brachte man die Kraft zum Arbeiten auf. Solche Tage kann man nur noch abhaken.

Nicht abhaken, sondern denken

Dagegen hilft nur eins: rechtzeitig und richtig entscheiden, was man tun möchte.

  • Zuerst: Will ich überhaupt wirklich arbeiten?
    Vielleicht wäre es ja viel besser, gar nichts zu tun, auszuruhen, Kraft zu tanken, und die Erledigungen in frischerer Verfassung am nächsten Tag anzupacken.
  • Wenn ich tatsächlich arbeiten will: Wie viel denn? Muss es wirklich ein ganzer Tag sein?
  • Was möchte ich auf alle Fälle erledigen?

Diese Entscheidungen bewahren davor, einen kompletten Tag zu vergeuden. Statt sich ergebnisarm am Schreibtisch herumzuquälen, macht man wenigstens eine richtige Pause. Oder man schafft es durch die gezielte Prioriätensetzung, doch noch etwas Sinnvolles zu tun.

Trotzdem treiben lassen

Freilich widersprechen solche Entscheidungen der Grundidee des Sich-treiben-lassens. Das ist insofern schade, als es ja zwischendurch auch mal klappt mit den ruhigen, entspannten Tagen, an denen man gut gelaunt vor sich hinwurschtelt und Entspannung und Erledigung sich genau da einpendeln, wo man sie haben möchte.

Wer darauf hofft, kann auch erstmal abwarten, wie der Tag läuft. Frei nehmen geht auch mittags noch, Prioritäten setzen auch. Nehmen wir als Faustregel die bewährte Zahl 3:

Spätestens, wenn ich die dritte angefangene Aufgabe abbreche, weil sie mir zu anstrengend erscheint, denke ich darüber nach, ob ich heute überhaupt noch arbeiten möchte.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Nützliches, Selbstmanagement | 5 Kommentare

Buchhaltung im Griff

Seine Buchhaltung kann und sollte man stets selbst überblicken, auch wenn man Dienstleister damit beauftragt. Was dabei wichtig ist, erklärt die Wirtschaftsexpertin Constanze Hacke in einem informativen Interview auf Rechtstext.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Geschäft, Nützliches | Kommentieren