Ruhiger Sonntag…?
Haben auch Freiberufler das „Recht auf einen ruhigen Sonntag“, wie es die Kollegin Elke Hesse in ihrem Blog auf wort-gestalten.de fordert?
Wo wir uns doch auch einen ruhigen Mittwoch oder Montag oder Donnerstag nehmen könnten?
Manche Auftraggeber scheint der Hinweis auf das Wochenende tatsächlich zu verwirren. Das ist wirklich nicht so nett. Aber mal ganz ehrlich, liebe Kollegen Freiberufler: Machen wir uns nicht oft genug den Stress selbst? Sind es wirklich immer die Auftraggeber, die uns nötigen, das Wochenende am Schreibtisch zu verbringen?
Ich hätte noch ein paar hausgemachte Alternativen:
- Ich hatte einen freien Montag.
- Ich finde mein aktuelles Projekt total spannend und habe deshalb Lust zum Arbeiten – mir doch egal, ob Sonntag ist (und ob ich ein Streber bin).
- Deadline-Druck wegen monströser Aufschieberitis.
- Ich finde keine nette Gesellschaft an diesem Sonntag. Alle meine Freiberufler-Freunde arbeiten.
- Meine Heizung ist kaputt, im Büro ist es dagegen schön warm.
- Ich hatte einen freien Donnerstag.
- Ich will unbedingt reich werden und arbeite, so viel ich kann.
- Arbeit lohnt sich ja jetzt wieder (harr harr).
- Eigentlich hatte ich Freitag alles fertig gemacht, aber ich schau lieber nochmal drauf, ob nicht vielleicht doch irgendwo noch ein handgemaltes Komma zu optimieren wäre.
- Wenn ich jetzt nicht arbeite, habe ich keine Ausrede mehr, um mich vor dem Sport zu drücken.
- Wenn ich jetzt nicht arbeite, muss ich am Familienleben teilnehmen…


