Erst arbeitslos, dann erfolgreich

Arbeitslose, die sich selbstständig machen, sind erfolgreicher als gedacht: Zwei Drittel von ihnen sind nach fünf Jahren noch auf dem Markt. Fast die Hälfte hat noch Jobs für andere Menschen geschaffen. Nur zehn Prozent der vormals arbeitslosen Existenzgründer sind nach fünf Jahren wieder arbeitslos gemeldet.

Über diese ermutigende Entwicklung berichten das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in einer Studie. Eine “sichere Nummer” ist die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit deshalb nicht:  Zwar trägt das Motiv, die Arbeitslosigkeit zu beenden, zum Erfolg einer Gründung bei. Wichtig sind jedoch auch die Wahl der richtigen Marktlücke und die Lust darauf, sein eigener Chef zu sein. Wer sich, weil letzteres ihn weniger treibt, rein aus der Not der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig macht, hat – statistisch – weniger Chancen auf Erfolg, so die Studie.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Denken | Kommentieren

Homeoffice aktuell…

Neue Zahlen: Zehn Prozent der Berufstätigen arbeiten im Homeoffice. Weitere 57 Prozent würden gerne ganz oder an einigen Tagen pro Woche zuhause arbeiten, und30 Prozent gehen lieber täglich ins Büro. Das größte Interesse am Homeoffice haben die 30-49jährigen. Die Zahlen meldet BITKOM, der Bundesverband der Informationswirtschaft, der mal wieder Umfrage über die Arbeit im Homeoffice gemacht hat, befragt wurden 1.000 Berufstätige.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten | Kommentieren

Multitasking

Falls Ihr beim Wäschefalten gerade dem Kind zur Erheitung Grimassen schneidet, der Figur zuliebe den Bauch anspannt,  über das Konzept nachdenkt, das bis morgen fertig sein muss, dem Geschäftspartner am Telefon die letzte Abrechnung erklärt, zwischendurch die Angriffe der Katze abwehrt und dabei darauf achtet, dass Euer Fußnagellack unbeschadet trocknet, erledigt Ihr gerade sieben Dinge gleichzeitig.

Damit seid Ihr Wunder der Natur, wenn stimmt, was auf Spiegelonline steht, nämlich, dass wir nur zwei Dinge gleichzeitig tun können. Französische Wissenschaftler haben das an Probanden getestet, die verschiedene Aufgaben gleichzeitig lösen mussten. Dabei lagen die Versuchspersonen in einem Magnetresonanztomographen! Ich persönlich staune ja, dass sie da überhaupt Aufgaben lösen konnten. Und ist es wirklich beflügelnd, zur Belohnung für richtig gelöste Aufgaben mal mit einem Euro oder mal gar nur mit 4 Cent abgespeist zu werden?

Vielleicht sollten wir diese Erkenntnis besser in der Rubrik „Wunderwerke der Versuchsanordnung“ ablegen. Es gibt ja noch mehr Forscher auf dieser Welt! Zum Beispiel in Dortmund, an der Technischen Universität. Von dort kam im vergangenen Jahr die Meldung, dass Lagerarbeiter im Versandhandel bis zu acht Aufträge gleichzeitig erledigen können, bevor kritisch viele Fehler passieren. Eine tröstliche Erkenntnis für Alleinarbeiter, die vieles selber machen, und das gerne, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Die Welt der Wissenschaft ist wunderbar… Vielleicht sollte man mal uns Alleinarbeiter erforschen?

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Denken | 2 Kommentare