Co-Working und Telefonieren

Telefonierende Kollegen sind toll, wenn man Stoff zum Lästern sucht. Wie laut sie sprechen, wie sie immer Hm sagen, was für seltsame Themen sie verhandeln, wie sie neulich den einen Kunden angeblafft haben… Der Preis für den Spaß sind allerdings die Stunden zuvor, in denen man sich das Ganze anhören musste.

Herkömmlicherweise ist es ja so, dass man die Kollegen kennt und weiß, wer und was einen erwartet, wenn man gen Arbeitsstelle fährt. Aber wie läuft das eigentlich in den neuen Büros, den Co-Working-Büros, wenn sich jeden Tag ein anderer Trupp zusammen findet? Muss man da stählerne Nerven mitbringen? Gibt es da No-Gos, die man kennen sollte? Ist Co-Working eine handyfreie Zone?

Auf jeden Fall ist das eine Frage, die es zu klären gilt, wenn man sich für diese flexible Art zu arbeiten interessiert!

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Arbeiten, Kollegen | 1 Kommentar

Stress? So starten Sie souverän in den Tag

Wenn viel zu tun ist, dann neigt so mancher Homeworker dazu, abends einfach länger zu arbeiten. Zur Not bis in die Nacht. Die ist dann oft kurz, zumal viele die Arbeit mit in ihre Träume nehmen oder gar nicht erst einschlafen können. Zu viele Gedanken spuken dann durch den Kopf. Das ist wenig erholsam! Nach wenigen Tagen durcharbeiten ist man dann schon am frühen Morgen müde. Und nicht mehr so leistungsfähig.

Hier ein einfacher Tipp, um den nächsten Arbeitsberg leichter zu bewältigen: Gehen Sie in stressigen Zeiten früher schlafen und stehen Sie früher auf. Ein bis zwei Stunden können schon viel bewirken. Besonders gut ist der Schlaf vor Mitternacht. Auch wenn die Familie sich wundert – sie werden merken, dass Sie am nächsten Morgen mehr Power haben. (Es sei denn, Sie sind ein ausgesprochener Nachtmensch oder ohnehin Frühaufsteher.) Sie gewinnen durch das frühere Aufstehen ungestörte Arbeitszeit am Morgen. Dann klingelt kein Telefon und man kann viel wegschaffen. So starten Sie souverän in den Tag.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 1 Kommentar

Tipp: Beleuchtung im Homeoffice

Wenn es draußen dunkel ist und man im Homeoffice arbeitet, dann ist es wichtig, selbst für die angemessene Beleuchtung sorgen. Nicht nur die Augen werden es danken – auch die Konzentration ist dann besser. Natürliches Licht ist natürlich das Beste, aber im Winter und abends braucht man zusätzliches Licht. Fürs Homeoffice empfiehlt es sich, mehrere Lichtquellen im Raum zu haben: Neben der Deckenlampe und einer Schreibtischlampe mit beweglichem Arm ist ein Deckenfluter eine gute Wahl als weitere Lichtquelle. Er strahlt an die Wand und verteilt das Licht gleichmäßig im Raum. Allerdings braucht er fürs Homeoffice entsprechend viel Power – eine Lampe mit 300 Watt ist eine gute Richtgröße. Worauf man sonst noch achten sollte: Das Licht im Homeoffice sollte keine störenden Schatten auf den Monitor werfen und darf nicht blenden.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches | Kommentieren

Stiefkind Mittagspause

Mittägliche Selbstvernachlässigung ist weiter verbreitet als jemand, der allein arbeitet, glaubt. Rund ein Drittel der Berufstätigen hierzulande machen gar keine Mittagspause, sondern nur Mittag. Das heißt, sie schlingen ihren Proviant tippend oder (oder surfend?) am Schreibtisch herunter. Das jedenfalls hat eine Umfrage des Stellenportals JobScout24.de ergeben.

Demnach gehen auch nur weniger als ein Drittel der Berufstätigen in die Kantine, und ein Restaurant mit Kollegen suchen lediglich 15 Prozent auf. Was sagen uns diese Zahlen? So sonderbar, wie wir denken, sind wir gar nicht.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag | 1 Kommentar

Newsletter adé!

Schon erstaunlich, welche Mengen an Mails in nur wenigen Tagen Abwesenheit im E-Mail-Postfach landen. Nach dem Weihnachtsurlaub ist klar: Selbst an den Feiertagen und in der Zeit „zwischen den Jahren“ gab es offensichtlich keine E-Mail-Pause. Wie verrückt sprudeln jetzt die eingegangenen Mails auf den Bildschirm. Newsletter aller Art mit Informationen und Angeboten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit im digitalen Postfach eingingen. Jeder wollte noch irgendwas verkaufen, anbieten oder wünschen. Die Mehrheit der Newsletter habe ich nicht mal abonniert, sondern erhalte sie unaufgefordert.

Schluss damit! Frisch und ausgeruht, wie ich nach der Weihnachtspause bin, fühle ich mich belästigt von diesem Ansturm auf mein Postfach. Deshalb bestelle ich jetzt eingehende Newsletter sofort ab, wenn ich sie nicht wirklich nützlich finde oder ohnehin nicht lese. Und fühle mich erleichtert.

Leider klappt das Abbestellen nicht immer auf Anhieb und kostet erstmal Zeit: Die Technik auf der Anbieterseite funktioniert bei circa jeder dritten Abmeldung nicht reibungslos. Mal muss man sich mühsam einloggen, mal ein Mail an den Admin schreiben. Und gerade habe ich die Bestätigung des PC-Herstellers Dell erhalten, dass die Bearbeitung der Änderung bis zu 21 Tage dauern kann! Egal. Ich bin trotzdem froh, der Newsletter-Flut jetzt Einhalt zu gebieten. Selbst das regelmäßige Löschen der ungelesenen Newsletter kostet nämlich Zeit – mit der will ich im neuen Jahr was Besseres anfangen!

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Selbstmanagement | 3 Kommentare

Kalender und die Arbeitszeit

Ein neuer Kalender, ein neues Jahr… Der Kalender gibt ja vor, wann was zu tun ist: Arbeiten an den Wochentagen, Ausspannen am Samstag und Sonntag. Leider passt das nicht immer zur persönlichen Verfassung. Mal kann man sich gerade am Sonntag überhaupt nicht entspannen, mal mutiert ein Mittwoch zum Tiefpunkt der Wochenleistungskurve.

„Egal, du arbeitest trotzdem“, ist die Antwort von Auftraggebern, Vorgesetzten und Kollegen, die vielen Menschen hilft, eine Schaffenskrise unverzüglich zu verdrängen. „Egal, ich arbeite trotzdem“ im Selbstgespräch funktioniert ungleich schlechter. Wenn es außer mir selbst niemanden interessiert, ob ich jetzt was schaffe, oder erst morgen, dann wird Unlust zum ernsten Arbeitshemmnis. Fehlt nur noch, dass man jetzt in den Zug der tausend Selbstvorwürfe einsteigt, der genau an dieser Stelle abfährt. „Ich bringe es nicht“, „Ich bin noch fauler, als meine Eltern immer gesagt haben“, „Ich schaff das eben nicht“, heißen die Stationen auf der Strecke.

Da dieser Zug nach Nirgendwo fährt, wo eigentlich keiner hinwill, sei auf das gegenüberliegende Gleis verwiesen. Hier steht zur Abfahrt bereit der Zug der Emanzipation, und sein Ziel heißt selbst beschlossene Arbeitszeit.

Wenn es nämlich wirklich niemanden interessiert außer mir selbst, wann ich arbeite, dann ist es auch egal, ob Mittwoch oder Sonntag ist. Warum am Schreibtisch kleben, wenn man müde und erschöpft ist? Warum im Park herumlaufen, wenn man die ganze Zeit an ungelöste Aufgaben denkt?

Wegen des Kalenders? Och nö.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Arbeiten, Selbstmanagement | Kommentieren

Völlig unterschätzt: Hunde im Homeoffice

Wer zum Jahresauftakt nicht sofort losarbeiten, sondern sich noch etwas amüsieren möchte, gebe sich bitte dem köstlichen Genuss hin, den dieser Eintrag im dogblog der Kollegin Annette Lindstädt bereitet.

Hier schüttelt der geniale Vierbeiner McCoy ebenso geistreich wie verständnislos den Kopf darüber, dass Zweibeiner Bücher schreiben und lesen müssen, um herauszufinden, wie es sich im Homeoffice arbeitet.

Ist doch lediglich eine Frage der Disziplin! sagt, äh, bellt McCoy, der weiß, wovon er wufft, denn er hat einen durchaus arbeitsreichen Tag! Glaubt man gar nicht, was so ein Hund die ganze Zeit zu tun hat. Und fragt sich nach der Lektüre, wie man eigentlich die Tage im Homeoffice ohne einen solchen übersteht…?

Heiterer kann ein Jahresauftakt kaum sein – allen Lesern ein tolles 2010!

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Arbeiten, Kollegen | Kommentieren

Kurz vor Weihnachten sind wir alle ganz allein…

… denn da räumen wir unsere Schreibtische auf. Nicht wahr?

Selbst im lebendigsten Großraumbüro kann man dabei Einsamkeitsgefühle entwickeln. Zum Beispiel, wenn unter den Papieren noch Weihnachtskarten auftauchen, die längst in der Post sein sollten. Oder wenn im Postfach noch E-Mails sind, die zu beantworten man vergessen hat.

Spätestens jedoch, wenn man auf selbst verschickte E-Mails stößt, auf die man bis heute keine Antwort bekommen hat, fällt das Gefühl der Einsamkeit wieder ab: Den anderen geht es auch nicht anders – irgendwo auf der Welt erschrickt sich genau in diesem Moment jemand genau so wie ich. Letztlich sitzen wir doch alle im selben Boot.

In diesem Sinne: Schöne Feiertage!

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag | 1 Kommentar

Schon so spät?

Im November, wenn Kollegen sich über die Anfertigung ihrer Weihnachtskarten austauschen, schwingt leise eine Saite im Hinterkopf: Da war doch was…? Im Dezember dröhnt es: Weihnachten! Karten! Und alle Jahre wieder die Feststellung, dass der Dezember kürzer ist als andere Monate.

Und zwar noch kürzer als er aussieht. Von wegen, es ist erst der 17. und man hat noch eine Woche Zeit – da sind ja noch die Wochentage zu beachten! Dieser 17. ist ein Donnerstag, und das heißt, wenn ich noch wirklich wichtige Dinge zu klären habe, muss ich das heute oder morgen machen. Denn ob nach dem Wochenende außer mir noch jemand arbeitet, ist ungewiss! Nach dem Wochenende ist Montag, der 21.12., und ich habe bereits E-Mails mit Urlaubsankündigung für dieses Datum erhalten.

So beende ich lieber dieses Posting und gehe raus, die Weihnachtskarten einwerfen.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag | 4 Kommentare

Ruhiger Sonntag…?

Haben auch Freiberufler das „Recht auf einen ruhigen Sonntag“, wie es die Kollegin Elke Hesse in ihrem Blog auf wort-gestalten.de fordert?

Wo wir uns doch auch einen ruhigen Mittwoch oder Montag oder Donnerstag nehmen könnten?

Manche Auftraggeber scheint der Hinweis auf das Wochenende tatsächlich zu verwirren. Das ist wirklich nicht so nett. Aber mal ganz ehrlich, liebe Kollegen Freiberufler: Machen wir uns nicht oft genug den Stress selbst? Sind es wirklich immer die Auftraggeber, die uns nötigen, das Wochenende am Schreibtisch zu verbringen?

Ich hätte noch ein paar hausgemachte Alternativen:

- Ich hatte einen freien Montag.

- Ich finde mein aktuelles Projekt total spannend und habe deshalb Lust zum Arbeiten – mir doch egal, ob Sonntag ist (und ob ich ein Streber bin).

- Deadline-Druck wegen monströser Aufschieberitis.

- Ich finde keine nette Gesellschaft an diesem Sonntag. Alle meine Freiberufler-Freunde arbeiten.

- Meine Heizung ist kaputt, im Büro ist es dagegen schön warm.

- Ich hatte einen freien Donnerstag.

- Ich will unbedingt reich werden und arbeite, so viel ich kann.

- Arbeit lohnt sich ja jetzt wieder (harr harr).

- Eigentlich hatte ich Freitag alles fertig gemacht, aber ich schau lieber nochmal drauf, ob nicht vielleicht doch irgendwo noch ein handgemaltes Komma zu optimieren wäre.

- Wenn ich jetzt nicht arbeite, habe ich keine Ausrede mehr, um mich vor dem Sport zu drücken.

- Wenn ich jetzt nicht arbeite, muss ich am Familienleben teilnehmen…

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Alltag, Denken, Selbstmanagement | 2 Kommentare