Arbeiten bei über 30 Grad

Zum Glück ist es gerade etwas kühler und das Thermometer zeigt heute im Büro auf angenehme 26 Grad. Und doch: Die nächsten heißen Tage mit über 30 Grad sind schon vorausgesagt. Wie soll man seine Arbeit auf die Dauer schaffen bei diesen Temperaturen?

Vor der ersten Hitzewelle  hatte ich hier im Blog unter anderem vorgeschlagen, sich selbst am Nachmittag „Hitzefrei“ zu geben. Vergangene Woche bin ich mit dieser Strategie gut gefahren. Aber wenn die Hitze weiter andauert, muss eine andere Strategie her, um das Arbeitspensum zu schaffen.  Einige Ideen habe ich schon gesammelt:

  • Ganz früh morgens und spät abends oder nachts arbeiten
  • Den Arbeitsplatz in einen kühlen Raum oder gar Keller verlegen (den eigenen oder den von Freunden)
  • In einer klimatisierten öffentlichen Bibliothek arbeiten
  • Wenn es gar nicht anders geht: Sich in ein Hotel mit Klimaanlage einchecken für ein oder zwei Tage, dann kann man auch in der Nacht besser schlafen. Die großen Hotelketten in der Großstadt haben im Sommer attraktive Angebote.

Und wie kommen Sie über die heiße Zeit?

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 4 Kommentare

Hitzefrei!?

Die Temperaturen steigen also weiter! Nach dem langen Winter ist es eigentlich eine Freude, dass die Sonne es so gut mit uns meint. Aber bei über 30 Grad wendet sich das Blatt. Wer jetzt bei der Hitze arbeiten muss, anstatt am Strand zu liegen, der hat es nicht leicht.  “Bei der Hitze kann ich nicht arbeiten!”, “Ich kriege nichts auf die Reihe!”, “Mein Kreislauf spielt verrückt!”. So tönt es aus den Büros. Die Hitze macht besonders jenen zu schaffen, die keine Klimaanlage haben. Was also tun?

Die „normalen“ Tipps haben Sie bestimmt schon gehört und vielleicht auch schon einmal ausprobiert: Rollos runter, Ventilator an, reichlich kühlende Getränke zu sich nehmen, die Füße in einen Eimer mit kaltem Wasser stellen und die Handgelenke regelmäßig mit Wasser erfrischen. Auch ein Eis mundet bei der Hitze besonders gut. Aber Hand aufs Herz: Das hilft nur für ein paar Stunden. Spätestens um drei Uhr nachmittags ist es bei den meisten mit der Konzentration vorbei. Das ist nur allzu menschlich. Nicht umsonst arbeiten unsere Nachbarn im Süden zu anderen Zeiten. Zwischen 14 und 17 Uhr ist in Spanien „Siesta“. Nicht nur in den Geschäften, auch in den Büros.

Was heißt das für uns Nordeuropäer, die diese Hitze nicht gewöhnt sind? Es ist besser für die Seele und die Laune, sich einzugestehen, dass man ab einer bestimmten Temperatur im Büro nicht mehr klar denken kann. Dann ist die Lösung auch schon nah. Wenn Sie Ihr eigener Chef sind, fragen Sie sich: Muss ich diese Aufgabe wirklich in der heißesten Zeit des Jahres verrichten oder kann ich einige Aufgaben auf einen späteren Zeitpunkt verlegen? Die übrig gebliebenen Aufgaben könnten Sie dann in den kühleren Morgenstunden angehen. Vielleicht fangen Sie auch zwei Stunden früher mit der Arbeit an als sonst, dann ist es im Büro noch nicht so heiß. Den Nachmittag geben Sie sich als Belohnung „Hitzefrei“. Plan B, wenn sich die Aufgaben nicht verschieben lassen: Weichen Sie mit dem Laptop an einen kühleren Ort aus – zum Beispiel in den Garten oder in die Strandbar – und arbeiten dort.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Selbstmanagement | 1 Kommentar

„Er macht auf Homeoffice“

Sogar beim Friseur ist das “Homeoffice” ein Thema. Bekanntermaßen reden die Menschen dort recht offen über ihre Probleme, teilen Freud und Leid mit ihrem Coiffeur. So auch bei meinem Friseur. Gleich mehrere seiner Kundinnen, so berichtete er neulich, hätten mittlerweile einen Mann, der von zuhause aus arbeitet. War der Partner vorher angestellt, so ist er jetzt selbstständig. Oder hatte er vorher als Selbstständiger ein externes Büro, so arbeitet er jetzt vom heimischen Büro aus. Und die Partnerin freut sich gar nicht. Nein. Sie fühlt sich gestört und sagt: “Er macht auf Homeoffice”.

Es ist interessant, auch mal die andere Seite zu hören. Nämlich die der Partner von Homeworkern. Nicht nur der Homeworker hat also bisweilen zu kämpfen mit der Arbeit in den eigenen vier Wänden, sondern auch alle Personen, die mit ihm im gleichen Haushalt leben.

Zwei typische Szenarien:

  • Szenario 1: Der Homeworker und seine Partnerin sind mit einem Mal beide den ganzen Tag zuhause. Das ist gar nicht so einfach! Gerade wenn die Frau bisher tagsüber die ganze Wohnung zur Verfügung hatte, so muss sie jetzt Rücksicht nehmen. Beide sehen sich jetzt plötzlich so viel wie sonst nie. Es kann sein, dass sich sich in der Anfangsphase mit dem Büro in den eigenen vier Wänden mächtig auf die Nerven gehen.
  • Szenario 2: Der Homeworker genießt die Arbeit zuhause, schläft morgens länger und geht mittags auf einen Cappucino zum Lieblingsitaliener. Wenn die Partnerin am Abend von der Arbeit nachhause kommt, freut er sich. Am liebsten möchte er mit ihr Essen gehen oder nochmal um die Häuser ziehen.  Die Partnerin jedoch ist müde von einem anstrengenden Tag im Büro. Sie freut sich auf einen gemütlichen Abend zuhause. Und ein bißchen neidisch ist sie auch: Während sie hart arbeitet, scheint es, als trinke ihr Liebster den ganzen Tag nur Capuccino!

Fazit: Es ist ein Irrtum zu denken, dass es mit der Arbeit im Homeoffice sofort reibungslos klappen muss. Tatsächlich bedeutet die Arbeit von zuhause aus immer eine Umstellung für alle Beteiligten. Sie erfordert deshalb auch die Rücksichtnahme sowie das Verständnis von allen. Am besten setzt man sich zusammen und spricht ganz offen über seine Wünsche, aber auch was einen stört. Meist lässt sich dann eine Lösung finden.

P.S. Es sei noch angemerkt, dass die gleichen Probleme natürlich auch auftauchen, wenn es die Frau ist, die im Homeoffice arbeitet!

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Denken | 1 Kommentar

Aufschieberitis?

Jeder kennt wohl dieses unangenehme Gefühl, das als „Aufschieberitis“ bekannt ist: Eine Arbeit ist zu erledigen, aber es gelingt einfach nicht, mit der Umsetzung überhaupt zu beginnen. Da wird im Internet gesurft, jede Menge Kaffee getrunken, Kuchen gegessen oder die Wohnung geputzt – nur die Arbeit liegt noch immer unangetastet auf dem Schreibtisch. Und das schlechte Gewissen wächst und wächst.

Besonders im Homeoffice ist jeder mit seinem inneren Schweinehund noch stärker konfrontiert als im aushäusigen Büro, denn hier gibt es keinerlei soziale Kontrolle. Hinzu kommt der Druck, den sich viele Homeworker ohnehin machen. Der verhindert erst recht, die “ungeliebte” Tätigkeit anzugehen. So lange, bis die Deadline naht und der Panikpegel steigt. Was tun?

Patentrezepte gibt es leider nicht, denn jeder Mensch tickt anders. Das gilt insbesondere im Homeoffice. Während es dem einen hilft, sich ganz bewusst noch ein Päuschen zu gönnen, um dann gestärkt die Arbeit anzugehen, kommt der andere aus der Pause nicht mehr heraus. Deshalb ist es nützlich, sich selbst zu erforschen: Was ist der Grund für die Aufschieberitis? Fehlt die Lust an der Arbeit oder fehlen Informationen zum Auftrag? Überfordert oder unterfordert die Tätigkeit? Oft ergibt sich daraus schon die Lösung des Problems und die Arbeit kommt wieder in Gang.

Drei Beispiele:

  • Die Analyse ergibt, dass Sie noch Informationen benötigen, um die Arbeit zu erledigen? Dann quälen Sie sich nicht länger, sondern holen die benötigten Informationen einfach ein. Oft reichen ein Anruf oder eine Mail. Damit zeigen Sie nicht etwa eine Blöße, sondern Interesse daran, den Auftrag so gut wie möglich zu erledigen.
  • Sie sind mit dem Auftrag überfordert? Überlegen Sie, wer Ihnen helfen kann. Entweder mit einem Rat oder gar bei der Umsetzung. Brechen Sie das Eis, indem Sie mit einer Kollegin oder einem Kollegen Ihres Vertrauens über die Aufgabe sprechen. Freunde und Familie können ebenfalls gute Zuhörer sein, sie können die Probleme von Homeworkern allerdings oft nicht verstehen.
  • Sie sind ausgepowert und brauchen einfach einen Moment Zeit für sich? Dann gönnen Sie sich eine Auszeit und begrenzen sie. Sagen Sie sich zum Beispiel „Heute (oder Morgen) um x Uhr fange ich mit der Aufgabe an“. Und legen dann los.
Autorin: Birgit Golms | Themen: Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | Kommentieren

Ablage “to go”

Gehören Sie zu den Homeworkern, die sich zu wenig bewegen? Viele Homeworker sitzen über Stunden am PC und “rosten” in der Sitzhaltung regelrecht ein. Um im Homeoffice in Bewegung zu kommen und etwas für den Rücken zu tun, kann folgender Tipp hilfreich sein: Stellen Sie nicht alles griffbereit, was Sie im Büroalltag brauchen, sondern nur in Sichtweite. So müssen Sie täglich ein paar Mal aufstehen und einige Schritte gehen, ohne darüber nachzudenken. Hier zwei Beispiele:

  • Die Teekanne oder das Getränk der Wahl stellen Sie gerade so weit weg, dass Sie zum Nachschenken einige Schritte gehen müssen.
  • Anstatt die Ablage über Wochen zu sammeln, heften Sie alles sofort ab. Mehrmals täglich, wenn es sein muss. Bewahren Sie dazu Ihre Ordner so auf, dass Sie zum Ablegen aufstehen müssen.

Gängige Ratgeber zum Selbstmanagement propagieren, im Büro alle Dinge griffbereit zu halten und dadurch Zeit zu sparen. Um sich ein paar Mal täglich vom Rechner loszureissen, können Ausnahmen wie oben beschrieben jedoch sehr hilfreich sein. Und wenn es nicht die Ablage ist, dann fällt Ihnen vielleicht etwas anderes ein, das Sie ändern könnten?

Autorin: Birgit Golms | Themen: Alltag, Arbeiten, Nützliches, Selbstmanagement | 4 Kommentare

Homeoffice aktuell…

Neue Zahlen: Zehn Prozent der Berufstätigen arbeiten im Homeoffice. Weitere 57 Prozent würden gerne ganz oder an einigen Tagen pro Woche zuhause arbeiten, und30 Prozent gehen lieber täglich ins Büro. Das größte Interesse am Homeoffice haben die 30-49jährigen. Die Zahlen meldet BITKOM, der Bundesverband der Informationswirtschaft, der mal wieder Umfrage über die Arbeit im Homeoffice gemacht hat, befragt wurden 1.000 Berufstätige.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten | Kommentieren

Noch ein Echo für “Homeoffice”

Wenn man schon denkt, jetzt kommt nichts mehr, dann erfreut einen eine liebe Kollegin doch noch: Diesmal mit einer Rezension unseres Buches “Homeoffice“, und die Rezensentin ist Heide Liebmann. Danke schön!

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Kollegen | Kommentieren

Das Homeoffice dem Vermieter melden?

Viele fragen sich, ob der Vermieter zu informieren ist, wenn man in den eigenen vier Wänden arbeitet. In der aktuellen Ausgabe des MieterMagazins vom Berliner Mieterverein e.V. findet sich im Artikel „Heimarbeit – Wenn das Büro zu Hause einzieht …“ folgende Definition:

„ … Juristisch wird grundsätzlich zwischen erlaubnisfreier Heimarbeit und erlaubnispflichtiger teilgewerblicher Nutzung unterschieden. Maßgeblich ist hierbei die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 14. Juli 2009 (Az.: VIII ZR 165/08): “Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, muss der Vermieter grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt; hierfür trägt der Mieter die Darlegungs- und Beweislast.” (Bundesgerichtshof, Wohnungswirtschaft und Mietrecht 2009, Seite 517) … .“

Der gesamte Artikel steht auch in der Online-Ausgabe des Magazins 3/2010, zu finden auf der Website des Mietervereins.

Autorin: Birgit Golms | Themen: Arbeiten, Nützliches | Kommentieren

“Homeoffice”: Feedback, Diskussion und Verlosung

Eine weitere gestandene Homeworkerin, Gitte Härter, hat unser Buch “Homeoffice. Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement” gelesen. Sie berichtet darüber auf unternehmenskick.de. Und sie weiß, dass jeder Homeworker seine individuellen Erfahrungen im Homeoffice macht – die einen haben Disziplinprobleme, die anderen machen zu selten Pause. Deshalb regt Gitte Härter ihre Leser an, sich über das Arbeiten zuhause in den Kommentaren auszutauschen. Mitzumachen lohnt sich. Nicht nur ideell, sondern auch, weil unter den Diskussionsteilnehmern ein Exemplar des Buches verlost wird.

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Kollegen | Kommentieren

Schönes Lob für “Homeoffice”

Dieses Lob von Birgit Schmidt-Hurtienne für unser Buch “Homeoffice” freut besonders, denn es zeugt von genauer Kenntnis des Zuhause-Arbeitens. Fünf Jahre Erfahrung nennt Birgit Schmidt-Hurtienne ihr eigen. Und sie beschreibt genau solche und ähnliche  Situationen, wie wir sie auch vor Augen hatten, als wir den Ratgeber schrieben.  Eine wunderbare Bestätigung mal wieder, dass der Ratgeber ins Schwarze trifft.  (Davon können auch erfahrene Autorinnen nie genug bekommen.)

Autorin: Gudrun Sonnenberg | Themen: Arbeiten, Kollegen | 2 Kommentare